#2 - Fortschritt

© ROBERT SAKOWSKI / Model: Anelia Moor / Haare/Make Up: Cordula Tarnowski
Anelia Moor (2016 Version)

Wie doch die Zeit vergeht! Hier ein Shooting, dort ein Shooting und plötzlich ist Dezember und ein weiteres Jahr ist verstrichen. Vor kurzem habe ich mein erstes Fotobuch zusammengestellt und deshalb mein gesamtes Fotoarchiv genau unter die Lupe genommen. Da fällt einem plötzlich auf wie sich die eigene Fotografie und Retusche verändert und entwickelt hat.

 

Es gab immer wieder gewisse Meilensteine, die meine Bilder erheblich verändert haben. Zu Beginn meiner Fototätigkeit wusste ich einfach absolut nichts über die Thematik. Ich hatte eine DSLR (Nikon D40) gekauft, ohne zu wissen, dass es sowas wie eine Blende, Belichtungszeit oder ISO gibt. Das muss man sich mal vorstellen! Anfänglich dachte ich auch, dass man eine DSLR auch ohne Objektiv nutzen könnte... wie gesagt, ich hatte keinen Schimmer. Irgendwann erfuhr ich dann durch Zufall, dass es einen ISO-Wert gibt, der die Lichtempfindlichkeit des Sensors steuert und dass Objektive nicht nur für den Zoom benötigt werden.

 

So ging das weiter, von JPEG zu RAW, ordentliche Lichtsetzung, eine saubere Verarbeitung und Nachbearbeitung. Über die Jahre hat sich ein wirklich effizienter Workflow entwickelt. Inzwischen hat alles feste Strukturen, beim Shooting, sowie in der Datenverwaltung.

 

Wenn ich heute alte Aufnahmen von mir ansehe, dann stört mich vor allem eines, die Postproduktion. Wie die meisten Anfänger hatte ich es mit allem übertrieben. Es fehlte das Feingefühl für die Art und Menge der Retusche. Ich wendete alle Techniken an, ohne Sinn und Verstand. Das ist zum einen super ineffizient und zeitraubend, kostet unnötigen Speicherplatz (riesige Dateien) und sieht am Ende schlimm aus. Beim Anblick alter PSD-Dateien bzw. der Ebenenleiste kommt mir echt das Grauen. Chaos pur, hunderte Ebenen, keine Struktur und alles voller Grafikebenen. Heute habe ich auch dafür einen klaren Aufbau und nutze überwiegend Einstellungsebenen (Gradationskurven, Tonwertkorrekturen, Dynamik etc.), wodurch die Dateien viel kleiner ausfallen.

Am Ende bin ich wesentlich schneller und erziele auch noch qualitativ hochwertigere Ergebnisse.

 

© ROBERT SAKOWSKI / MODEL: Olivia Czwarno
Typischer Photoshop-Workflow

Aber wie erkennt man denn nun den eigenen Fortschritt? Beim zusammenstellen der Bildauswahl für mein Buch stolperte ich über ein Bild aus dem Jahr 2013. Ich mochte es total gern, weil das Team vom dem Shooting super ist und es irgendwie auch der Anfang meiner etwas komplexeren Fotografie war. Davor hatte ich eigentlich keine Hair/Make Up Artists bei Shootings dabei und die Models kamen selten von Agenturen. Aber als ich mir das Bild so angesehen hatte, wusste ich, dass ich es so auf keinen Fall in mein Buch packen kann. Die Retusche war absolut nicht mehr zeitgemäß und sah wirklich amateurhaft aus. Noch vor 3 Jahren hatte ich es total gefeiert und konnte mir nicht vorstellen, wie man es hätte noch besser machen können. Also tat ich etwas, das ich noch nie gemacht hatte: Der Zukunfts-Robert zeigt dem Vergangenheits-Robert wie man einen Beauty Shot retuschiert!

 

Weil ich immer alle Daten (RAW, PSD, JPEG) aufbewahre, war das auch kein Problem. Nach ca. 40 Minuten war ich dann auch fertig. Natürlich, mehr geht immer aber man muss auch den Verwendungszweck eines Fotos beachten. Bei einer direkten Gegenüberstellung ist der Unterschied wirklich enorm! Sehr markanter Unterschied sind vor allem die Farben. Ein Thema mit dem ich mich früher überhaupt nicht beschäftigt habe. Ein Thema das meiner Meinung nach auch von den meisten Anfängern völlig ignoriert wird. Einheitliche Hauttöne, gleichmäßige Belichtung, ein harmonisches Farbschema. Damals hatte ich auch noch ohne kalibrierten Monitor gearbeitet, was heute schlicht undenkbar ist. Aber überzeugt euch selbst und entscheidet welche Version euch besser gefällt. Mein Tipp an euch, probiert es selbst aus, es lohnt sich!

 

Aufgenommen mit folgender Ausrüstung:

Kamera 

 

Objektiv 

 

 

links: das Original aus dem Jahr 2013, rechts die Re-Retouch-Version ála 2016
links: das Original aus dem Jahr 2013, rechts die Re-Retouch-Version ála 2016

Video vom Shooting aus dem Jahr 2013

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